Hypercholesterinämie

erhöhte Blutfettwerte

Erhöhte Blutfettwerte (sog. Hypercholesterinämie) stellen neben anderen Faktoren wie z.B. dem Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), der Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) oder das Rauchen ein Risikofaktor für die Entstehung von Herz- und Gefäßerkrankungen dar.

Liegen erhöhte Blutfettwerte vor, sollte zunächst mit konsequent durchgeführten allgemeinen Maßnahmen wie vermehrter körperlicher Aktivität (wenigstens 3x die Woche kreislaufwirksames Training länger als 30 Minuten am Stück, z.B. walken) und bewußter, ausgewogener Ernährung behandelt werden. Hierdurch können Sie effektiv Ihr individuelles Gefäßrisiko verbessern!

Liegen weitere relevante Risikofaktoren vor, die Herz- und Gefäßleiden begünstigen, bzw. liegt schon ein Gefäßleiden vor, so ist eine zusätzliche medikamentöse Blutfettsenkung oft unerlässlich. Stellen erhöhte Blutfettwerte jedoch den einzigen erkennbaren Risikofaktor dar, so ist ein differenzierter Blick auf die Gesamtkonstellation sinnvoll und nicht das reflexartige Verordnen eines Blutfettsenkers (zumeist eines sog. Statins, wie z.B. Simvastatin oder Atorvastatin).

Zum Screening auf ein erhöhtes Gefäßrisikoprofil bieten sich bspw. folgende Verfahren an:

  • die weitere Ausdifferenzierung der Blutfette, z.B. um die Lipoprotein(a)-Fraktion („das allerböseste Cholesterin“)
  • die Ermittlung des individuellen kardiovaskulären Risikos, z.B. anhand eines anerkannten medizinischen Berechnungsverfahrens (PROCAM für Männer bzw. Reynolds-Score für Frauen).
  • die Messung der Gefäßwanddicke (sog. Intima-Media-Komplex) an den Halsschlaggefäßen zur direkten Früherkennung von Gefäßveränderungen (Arteriosklerose)
  • Messung des Knöchel-Arm-Indix (ABI) zur Frükerkennung von peripheren Durchblutungsstörungen inkl. der Messung des sog. Pulsdruckes.


Der Normbereich für die Blutfettwerte (z.B. Gesamtcholesterin unter 240mg/dl, LDL unter 160mg/dl, HDL größer 45mg/dl) stellt eine allgemeine Richtgröße dar. Liegt zur Fettstoffwechselstörung z.B. begleitend ein Diabetes mellitus vor, so sinken die Zielbereiche erheblich (LDL z.B. auf unter 100mg/dl).

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